Ungeplantes, Umgeplantes und Feierabend

Den Feierabend beim Wandern genießen

Wir sind im Endspurt. Heute in einem Monat geht es los. Nicht, dass sich das schon so anfühlen würde. Wirklich merken werden wir das vermutlich erst, wenn wir im Flugzeug sitzen und wissen, dass wir in einer anderen Zeitzone und einem anderen Lebensabschnitt landen werden. Und bis es soweit ist, müssen wir noch einiges erledigen und vorbereiten. Ich glaube, dass wir in der letzten Woche nochmal ganz schön ins Schwitzen kommen werden, weil wir dann merken, dass wir noch soooo viel zu tun haben. Und trotz allem dürfen wir vielleicht eins nicht vergessen: Auch mal Feierabend zu machen und nicht immer nur an unseren Reiseplänen zu arbeiten.

Während also Tine noch arbeitet und ich noch einen Nebenjob suche, klappern wir fleißig Behörden, Versicherungen und Geschäfte ab (Decathlon ist abgehakt) und versuchen, uns noch mit so vielen Freunden wie mögich zu treffen. Deshalb haben wir über Ostern unseren schon lange überfälligen Besuch in Nottingham bei Richard und Laura endlich in die Tat umgesetzt und dort auch das ein oder andere englische Bier bzw. Cider zu uns genommen.

Feierabend-Pubcrawl
Man sieht uns nicht an, was wir alles schon getrunken haben.

Auf dem Rückweg waren wir aber auch schon wieder fleißig und haben unsere ungefähre Route durch die USA (von Ost nach West) entworfen.

Ungeplantes

Ganz nebenbei ist uns dann aufgefallen, dass wir bei der Planung einen grundsätzlichen Fehler gemacht haben: Wir haben ein One-Way-Ticket gebucht. Eigentlich kein Problem (dachten wir): Weil wir die USA ja nur für maximal 90 Tage bereisen und dann mit Working-Holiday-Visum nach Kanada ausreisen, können wir problemlos mit ESTA unter dem Visa-Waiver-Programm in die Vereinigten Staaten einreisen, indem wir einen Nachweis für unsere geplante Ausreise erbringen. Falsch gedacht, denn wir brauchen definitiv einen Rück- oder Weiterflug, der nicht in Kanada, Mexiko oder der Karibik endet. Ansonsten nimmt uns die Airline gar nicht mit. Und das wäre eher kontraproduktiv. Also mussten wir uns was einfallen lassen. Doch ein Visum beantragen? Zu teuer und zeitlich zu knapp. Einen Flug buchen, den wir dann verfallen lassen? Fühlt sich nicht so gut an. Und generell, da wir jetzt ein Auto von North Carolina abholen müssen, ist unser One-Way-Ticket nach Los Angeles auch eher ein Umweg. Panik-Modus ausschalten und eine Nacht drüber schlafen hat schon immer geholfen (Danke Papa), also zerbrechen wir uns jetzt erst mal nicht den Kopf.

Umgeplantes

Dass wir uns was überlegen müssen, war also klar. Nur was? Wir glauben, wir haben einen Plan: Wir fliegen über Boston nach Raleigh und beginnen unseren Roadtrip direkt an der Ostküste. Die Flüge konnten wir umbuchen und wir haben dadurch eine bessere Route und mehr Zeit für Familie. Win-Win. Einen Rückflug gibt es noch obendrauf und so kommen wir nochmal auf Heimatbesuch, bevor wir uns dann auf die Südhalbkugel verziehen und haben gleichzeitig auch die Bedingungen für die Einreise in die USA erfüllt. Win-Win-Win. Eine Sorge weniger, Feierabend, ok, danke, tschau!

Nebenbei haben wir unsere Auslandskrankenversicherung abgeschlossen und hier ein richtig gutes Angebot bekommen. Die bisherigen Krankenkassen sind damit auch zufrieden, weshalb wir unseren Wohnsitz in Deutschland behalten können und mit unserer Auslandskrankenversicherung die gesetzliche Krankenversichungspflicht erfüllen.

Feierabend

Und was mache ich den lieben langen Tag so?, während Tine arbeiten geht? Ich arbeite an unserem Blog, recherchiere und plane ein bisschen herum und versuche, mein Zimmer leer zu kriegen. Meine Unterlagen aus der Uni brauch ich für die Reise nicht und ansonsten hat sich auch einiger Krams über die Jahre eingeschlichen, der entsorgt werden will. Als ich dann Freitag Nacht um halb eins noch die genauen Daten unserer Ein- und Ausreise aus den USA und Kanada rausgesucht und Tine zur Bestätigung geschickt habe, kam nur zurück:

Nimm dir einfach mal einen Abend frei.

Das habe ich dann direkt mal ignoriert und bis halb 3 noch Papierkram erledigt. Da soll mal noch einer sagen, ich liege nur faul rum.

Stattdessen haben wir uns dieses Wochenende ein bisschen frei genommen und den Feierabend auf das restliche Wochenende ausgeweitet. Schließlich war Besuch da und wir konnten endlich die Grillsaison einleiten. Bei einer spontanen und kurzen Wanderung wurde außerdem ein bisschen Equipment eingeweiht und getestet und jetzt liegen wir in der Sonne und lassen es uns gut gehen.  Und das ist tatsächlich auch mal ganz schön.

 

Ein Kommentar bei „Ungeplantes, Umgeplantes und Feierabend“

  1. […]Denn das ist eigentlich der Plan: Ohne Plan los ziehen und nur das Nötigste (vor allem bürokratisch bedingt) vorher festlegen. Im Planen sind wir ja Profis… […]

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