Eine Woche bis zur Reise und noch nicht mal aufgeregt

Abschiedskuchen mit Weltkarte…
und massenhaft Schokolade

Wir wissen eigentlich, dass die Reise bald los geht. Also in einer Woche. Oder weniger als einer Woche. Nächsten Dienstag fahren wir nach Paris. Mein erstes Mal in Paris, für eine Nacht (One-night-in-paris-Witz hier einfügen), als Auftakt zu etwas viel Größerem. Wir gehen jetzt tatsächlich Reisen. Mit allem, was dazu gehört. Ohne Zeitplan, mit verrückten Ideen und Vorstellungen und vor Allem: Mit uns beiden.

Wer von euch beiden hat eigentlich wen zu dieser Reise überredet?

Ein ehemaliger Arbeitskollege

Viele Fragen wurden uns schon zu dieser Reise gestellt, und ich habe vor, die auch mal alle in einem Rutsch zu beantworten. Ansonsten bleibt nämlich grade nicht mehr so viel zu tun. Ein ehemaliger Arbeitskollege hat mich mal gefragt, wer von uns beiden der Initiator war und den anderen zur Reise überredet hat. Die Antwort darauf ist relativ einfach: Keiner von beiden. Als wir uns 2014 kennen gelernt haben, war relativ schnell klar, dass wir beide vom Reisen träumen, ohne konkrete Pläne zu haben. Und wegen diversen Anlässen, Visumsantragsschwierigkeiten, Flugpreisen, Kündigungsfristen und anderen Umständen hat sich dann der jetzige Termin ergeben.

Seit ein paar Monaten können wir mittlerweile die Frage nach dem „Wann“ beantworten: Anfang Mai. Bliebe noch das „Wo“ zu klären. Tine war ja schonmal in Australien und für mich steht das Land immer noch recht weit oben auf der Wunschliste. Ein Working-Holiday-Visum bekommt sie aber vermutlich nicht mehr für Australien, worauf wir aber noch angewiesen sind. Ziemlich bald stand als unser beider Wunschziel Neuseeland fest. Deshalb fliegen wir jetzt erst mal nach Nordamerika. Richtig.


Unser Plan…sofern man das Plan nennen kann…

(Fast) jeder fliegt ja heutzutage nach der Schule, nach dem Studium oder einfach so nach Australien und/oder Neuseeland. Und alle fliegen von Deutschland in Richtung Osten los. Ist eben die populäre Route. Weil wir aber ein bisschen anders sein wollten, haben wir uns gedacht, von Europa aus immer Richtung Westen zu reisen, und es so bis nach Neuseeland zu schaffen. Ich habe ja Familie in den USA und das bietet sich dann eigentlich an. Dann haben wir Michael kennengelernt, der uns nach Vancouver Island eingeladen hat. Also haben wir einen Zwischenstopp in Kanada eingeplant. Daraufhin haben wir Laura kennengelernt, die uns vom Working-Holiday-Visum in Kanada erzählt hat, und Joey, der sie dann im Sommer in Vancouver besuchen wird. Und dann stand Kanada auf der Liste. Danach können wir ja immer noch nach Neuseeland fliegen. Und in den USA würden wir dann gerne noch die Westküste mit den Nationalparks bereisen. Und meine Familie besuchen. Und… viel weiter wollen wir auch grade noch gar nicht planen… Denn das ist eigentlich der Plan: Ohne Plan los ziehen und nur das Nötigste (vor allem bürokratisch bedingt) vorher festlegen. Im Planen sind wir ja Profis…


Und jetzt?

Soweit sind wir schonmal, momentan warten wir ein bisschen darauf, dass es los geht. Auch wenn es sich nicht so anfühlt, als würde bald irgend etwas Bedeutungsvolles passieren. Tine hat bis Donnerstag noch gearbeitet und in einem Kraftakt und viel Unterstützung am Wochenende ihr WG-Zimmer leer geräumt und übergeben. Daneben haben wir das Wochenende noch einmal mit einer kräftigen Party und guten Freunden verbracht. Dafür haben sich extrem viele Menschen Zeit genommen und teilweise weite Wege auf sich genommen. Danke an dieser Stelle dafür! Wir hatten leckeren Kuchen, die beste Gesellschaft und ein wunderschönes, emotionales Wochenende, wovon wir uns vor der Reise auch nochmal ein klein wenig erholen müssen. Dafür kommt jetzt erstmal die Familie dran und ich werde mein WG-Zimmer bis Freitag in einen übergabetauglichen Zustand bringen. Noch sitze ich aber an meinem Schreibtisch (Sperrmüll), wo ich mit meinem Laptop (der kommt natürlich mit) an meinem Monitor (Zwischenlagern bei den Eltern) etwas angenehmer arbeiten kann und trage Wanderschuhe (zum Einlaufen).

Tine ist bei ihren Eltern und ich glaube, keinem von uns beiden ist bis zu diesem Moment gerade bewusst gewesen, dass das für lange Zeit das letzte Mal sein wird, an dem wir uns so ‚lange‘ nicht sehen und so ‚weit‘ auseinander sind. An diese ungewohnte Nähe müssen wir uns sicher auch erst einmal gewöhnen.

Ansonsten zerbrechen wir uns den Kopf darüber, was wir noch unbedingt erledigen müssen, bevor wir Reisen gehen und was wir bisher noch gar nicht auf dem Schirm gehabt haben. Bis jetzt ist uns nichts eingefallen, drückt uns die Daumen, dass das so bleibt!


Freut ihr euch schon? Ihr seid doch schon ziemlich aufgeregt jetzt, oder?

Fragen wir uns selbst und haben wir in den letzten Wochen oft genug gehört. Ganz ehrlich? Nicht wirklich. Der Moment, in dem das Bewusstsein krass einschlägt, dass wir jetzt wirklich gehen, wird vermutlich erst unterwegs kommen. Bis dahin ist irgendwie alles ein bisschen in der Schwebe und wir selbst wohl auch zu beschäftigt mit den ganzen Vorbereitungen, als dass die Vorfreude schon viel Platz hätte.

Stattdessen sind wir aber immerhin mittlerweile an einem Punkt der Reisevorbereitungen, an dem man nicht mehr zwingend auf Behörden rennt, sondern sich Gedanken über die Packliste macht und die Road-Trip-Playlist erstellt. Eigentlich der angenehme Teil. In der Songauswahl steckt nämlich auch ein wenig Vorfreude mit drin. Wer will, kann ja mal reinhören.

Und wenn ich ganz, ganz ehrlich bin, hör ich die Playlist auch zur Zeit schon. Obwohl wir weder unterwegs noch auf einem Roadtrip sind. Verratet es bloß niemandem….

4 Kommentare bei „Eine Woche bis zur Reise und noch nicht mal aufgeregt“

  1. Die Seite wirkt total professionell. Wir werden ständig euer Begleiter sein….die ersten Fotos sind auch Spitze..da behalten wir Euch gut in Erinnerung. Eine gute Reise.

    1. Vielen Dank! Wir greifen ja momentan noch auf alte Bilder zurück, aber bald gibt es ganz viele neue Bilder

  2. Lieber Pirmin, liebe Tine,
    wir wünschen euch beiden auf diesem Weg einen ganz wundervollen Start in eure Reise. LG und en dicke …… M&T

  3. […] und niederzuschreiben: Wir sind jetzt unterwegs. Wie sich das anfühlt? Gar nicht so besonders. Wir warten immer noch auf den Punkt, an dem es uns trifft und umhaut, aber noch sind wir einfach nur kurz unterwegs. Mehr oder weniger […]

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