Durch Sweet Home Alabama nach New Orleans

Architektur in New Orleans

Am Dienstag, den 22. Mai ging es nun endlich los. Im voll bepackten Auto (mit immer noch sehr viel Platz) fuhren wir von Pinehurst, NC erst einmal durch zwei Bundesstaaten (South Carolina und Georgia) nach Alabama. Etwa 9 Stunden später kamen wir bei Rick und Debbie in Auburn, AL an. Die beiden haben uns freudig begrüßt und sich direkt um unser Wohlergehen gekümmert. Gut gestärkt, saßen wir abends noch zusammen, mussten Rick mehrere Male (erfolgreich) ausreden, uns eine Waffe mitzugeben und haben noch viele Tipps für New Orleans (umgangssprachlich NOLA) und den Weg dahin bekommen.

Badewannenfeeling und Sturmschäden

Ausgeruht mussten wir uns Mittwoch Morgen auch schon wieder verabschieden. Von Debbie haben wir noch ein Care Package erhalten, damit die Kinder unterwegs ja nicht verdursten/verhungern. Wie uns Debbie empfohlen hat, sind wir bereits bei Biloxi, MS von der Interstate (vergleichbar mit unserer Autobahn) in Richtung Golf von Mexiko gefahren. Endlich wieder Meer sehen. Das Wasser sah leider nicht ganz so einladend aus und da es kaum Menschen am Strand gab und niemand im Wasser war, haben wir uns erst einmal nur mit den Füßen in das badewannenwarme Meer getraut. Auf dem Weg nach New Orleans, LA fährt man u. a. durch Gulfport und Bay St Louis. Die Region, wie auch NOLA, waren 2005 sehr schlimm vom Hurrican Katrina betroffen. An die Bilder im TV erinnert sich vermutlich noch fast jeder. Dabei sind nicht nur viele Menschen ums Leben gekommen, sondern auch Bäume. Genau aus manchen von diesen hat der Bildhauer Dayle K. Lewis aus Indiana Kunstwerke geschaffen. Er hat sie u. a. mit seiner Kettensäge bearbeitet und verschiedene Figuren, wie Adler, Delfine und Engel in die Bäume geschnitzt.

Geschnitzter Baum nach Sturmschäden von Katrina mit Engeln, Adlern und anderen Figuren
Geschnitztes Kunstwerk in Bay St. Louis

Die Stadt der Sümpfe und Mardi Gras

In New Orleans hatten wir uns für 2 Nächte in einem Hostel eingebucht. Bereits die Begrüßung war die herzlichste, witzigste und coolste, die ich bisher in einem Hostel hatte (und ich war schon in vielen Hostels). Das NOLA Jazz House liegt super, direkt an der Canal Street, nur 2 Gehminuten von einer Street Car-Haltestellen. Von dort aus fahren regelmäßig alte Straßenbahnen direkt nach Downtown und zum French Quarter. Wir hatten für den Donnerstag Vormittag eine Free Walking Tour durch das French Quarter gebucht. Es war interessant, mehr über die Geschichte der Region und Stadt selbst zu erfahren, die dieses Jahr übrigens 300-jähriges Jubiläum feiert. Man hört an jeder Ecke Jazz und es gibt immer wieder kostenlose Straßenfeste, Konzerte und Events. Eventuell bekommt man dadurch schon einen kleinen Vorgeschmack aufs Mardi Gras, DAS Faschingsevent. Auch die Architektur der Häuser, wie man sie von Bildern kennt, mit den tollen Balkonen ist wirklich sehenswert und schön. Allerdings hat uns New Orleans insgesamt nicht so gut gefallen, wie wir es erwartet hatten. Vor allem im French Quarter sind die Straßen eng, es stinkt und es gibt viele Obdachlose und Bettler. Wir haben uns nicht ganz so wohl gefühlt und deswegen war unser Eindruck von NOLA auch nicht der beste. Vielleicht kam auch noch das Wetter dazu, das sehr schwül war und immer wieder von tropischen Regenschauern durchbrochen wurde. Am Freitag Vormittag haben wir nach dem Check-Out westlich von New Orleans eine Swamp Tour mitgemacht, die ca. 1,5 Std. ging. Während der Tour wurden uns viele, interessante Anekdoten zu den Swamps erzählt und wir haben vor allem Alligatoren und Waschbären gesehen. Letztere fand ich persönlich ja besonders süß. 🙂 Nach der Tour ging es weiter Richtung Houston.

3 Kommentare bei „Durch Sweet Home Alabama nach New Orleans“

  1. Liebe Tine und Pirmin!
    Haben uns über den Bericht sehr gefreut. Seid vorsichtig, wenn Euch schon Euere Freunde warnen. In dieser Ecke waren wir noch nicht. Jetzt habt Ihr ja schon 4 Wochen weg.
    Ansonsten noch viele schöne Erlebnisse
    mit lb. Grüßen die Großeltern

    1. Dankeschön für eure lieben Worte und dass ihr immer so fleißig alles mitlest. Wir freuen uns immer, von euch zu hören. Lasst es euch gut gehen. Viele liebe Grüße, Tine

  2. […] die Gürteltiere als Bettnachbarn hatten, sind wir aber noch in der Zivilisation abgestiegen. Nach der Swamp Tour und New Orleans haben wir für eine Nacht in Houston gehalten, um von dort aus für ein paar Stunden nach […]

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.