2018 – Der große Jahresrückblick

Jetzt hab ich euch, oder? Gerade haben wir doch erst einen Beitrag veröffentlicht und nach unserem bisherigen Schema habt ihr jetzt erstmal für Wochen wieder nichts erwartet. So läufts aber bei uns nicht, wir sind gerne mal unberechenbar. Und weil jeder Blogger, der was auf sich hält, im Dezember einen Jahresrückblick für 2018 geschrieben hat, haben wir darauf bewusst verzichtet und den Rückblick auf den Januar verschoben. Ist ja auch viel besser, wer weiß denn, was in den letzten Tagen des Jahres noch passiert?

Na gut, ihr wisst es jetzt, aber auch nur, weil wir mit dem Rückblick gewartet haben, bis der letzte Tag und der letzte Beitrag abgehakt waren. Das hat jetzt also gar nichts mit Faulheit zu tun. Nein nein…

Kommen wir zur Sache. Denn natürlich gibt es Einiges zu erzählen. Das Jahr 2018 war für uns beide sehr abenteuerlich. Wir haben beide unsere Jobs und WG-Zimmer gekündigt und uns auf unbestimmte Zeit auf den Weg gemacht. Wer mehr über unsere ursprüngliche Planung nachlesen möchte, kann das gerne in diesem Beitrag tun. Und wer uns noch nicht kennt, darf sich gerne bei Über uns umschauen.

Unsere Top 3…

…meistgelesenen Beiträge

  1. Houston, wir haben ein Problem!
  2. Diese Fragen werden uns zu unserer Reise ständig gestellt – und wir wissen die Antwort meist selbst nicht!
  3. Shopping, Routenplanung und Chillen pur

…fleißigsten Kommentierer

  1. Tines Großeltern haben am häufigsten kommentiert und uns des Öfteren mit der atemberaubenden Geschwindigkeit überrascht, mit der sie das getan haben.
  2. Pirmins Mama hat uns auch immer wieder daran erinnert, dass wir nicht alleine unterwegs sind, sondern euch alle dabei haben!
  3. Tines Mama war genauso fleißig und hat uns mit Erinnerungen und Tips von ihren Reisen ebenfalls unterstützt!

An dieser Stelle nochmal ein Dankeschön an all die lieben Worte, die ihr immer für uns findet. Das hat uns durchaus das ein oder andere Mal angespornt, den nächsten Beitrag in Angriff zu nehmen!

Und was waren so eure Highlights?

Was wäre denn der Jahresrückblick ohne ein kräftiges Schwelgen in Erinnerungen an besondere Highlights? Eben, deshalb hier ein paar unserer Höhepunkte:

Was war eure Lieblingsstadt?

Pirmin: Mir fällt es schwer hier eine definitive Entscheidung zu treffen. An New Orleans hatte ich hohe Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden. Austin, TX hat mich dagegen positiv überrascht und das war auch die Stadt, an der wir zum ersten Mal von unserem ursprünglichen Plan abgewichen sind und den Aufenthalt gleich zwei mal verlängert haben. In San Francisco hätte ich rückblickend gesehen gerne etwas mehr Zeit verbracht und Portland hat mir von der Atmosphäre sehr gut gefallen. Der öffentliche Nahverkehr war dort aber nicht so gut, deshalb glaube ich, dass dort zu leben vielleicht nicht ganz so schön ist. Trotz allem glaube ich also, dass mir Vancouver am besten in Erinnerung bleiben wird. Vielleicht liegt das auch daran, dass wir hier am meisten Zeit verbringen und nicht nur zu Besuch sind. Die Stadt ist übersichtlich und man kommt hier ohne Auto ganz gut zurecht. Stanley Park ist ein riesiges Plus und für mich ist es besonders faszinierend, am Meer zu leben. Dazu kommen dann noch die Berge, die man von fast überall sieht und die Nähe zur Natur.

Tine: Bevor ich euch meine Lieblingsstadt verrate, möchte ich noch kurz erwähnen, dass ich vor unserer Reise schon so meine Favoriten gepickt hatte – und dementsprechend vielleicht auch ein wenig zu hohe Erwartungen an die Städte hatte. Wie es natürlich immer so im Leben ist, kommt es am Ende anders als man denkt. Meine vorherigen Favoriten waren definitiv New Orleans und San Francisco. Nachdem ich beide Städte gesehen und noch weitere besucht habe, wurde am Ende tatsächlich Portland, OR mein Liebling. Hatte ich vorher überhaupt nicht auf dem Schirm, aber die Bar- und Restaurantszene ist großartig, die Stadt ist nicht so groß und ich habe mich dort einfach sehr wohl gefühlt. In Vancouver habe ich schon ein paar Leute getroffen, die von Portland genauso begeistert sind, wie ich. Ich muss allerdings noch dazu sagen, dass mir die Entscheidung nicht ganz so leicht gefallen ist, da mir Vancouver, BC und Austin, TX auch sehr gut gefallen. In Austin war es vor allem die Livemusik an jeder Ecke und ein großer See mit viel Grünanlagen drum herum – hat auf jedenfall etwas. Und nicht zu vergessen, das schöne warme Wetter der Südstaaten. Vancouver ist einfach eine Stadt, die einem alles bietet – Strand, Meer, Berge, riesige Parks. Bei schönem Wetter ein Traum und jede Reise wert.

Was war euer liebster Nationalpark?

Pirmin: Auch das ist für mich schwierig zu beantworten. Wenn es nach der Landschaft geht, definitiv der Grand Canyon. Nichts war so beeindruckend und man muss das wirklich selbst gesehen haben! Die beste Wanderung in meinen Augen war Angel’s Landing im Zion National Park, dicht gefolgt von der großen Wanderung, die wir in Yosemite unternommen haben. In Zion würde ich gerne noch mehr durch die Canyons wandern, dafür aber gerne Yosemite noch zu anderen Jahreszeiten erleben. Es ist also mehr eine Kombination aus diesen drei Parks.

Tine: Puh, gar nicht so einfach zu beantworten, da mir sofort zwei Parks einfallen. Vielleicht liegt es daran, dass wir in dem einen mehr Zeit verbracht haben, ziemlich viel Glück mit den sonst üblichen Besuchermassen hatten und es keine Sperrungen aufgrund von Waldbränden oder anderen Katastrophen gab. Na, wisst ihr von welchem Park ich spreche? Natürlich, dem Yosemite Nationalpark. Die Landschaft ist so beeindruckend und vielfältig. Das grüne Tal, umgeben von den steilen Felswänden, die Wasserfälle, die man entlang bis nach oben bewandern kann und die wunderschönen Aussichten, die der Park bietet. Yosemite ist allerdings dicht verfolgt vom Zion Nationalpark – genauso markant an dem Park ist wieder das Tal, dass sich durch hohe aufragende Felswände schlängelt. Eine der coolsten (und anstrengendsten) Wanderungen haben wir dort unternommen (Angel’s Landing).

Was war euer liebster Bundesstaat (US)?

Pirmin: Für mich ganz klar Kalifornien. Zum einen hat mir das Klima dort am besten gefallen, zum anderen war das für mich auch einer der schönsten Abschnitte unserer Reise, vor allem in den USA. Die Kombination aus Wüstenlandschaft in Palm Springs, den Bergen bei Big Bear Lake und die atemberaubende Küste bei Big Sur ist einfach großartig. Dazu kommt noch die schöne Zeit, die wir in Los Angeles und San Francisco hatten…und dann noch die Nationalparks. Das ist wirklich keine schwere Entscheidung. Nach Kalifornien will ich definitiv nochmal!

Tine: Nach aktuellem Stand definitiv Kalifornien. Aus den gleichen Gründen wie Pirmin sie bereits genannt hat – so unterschiedliche Landschaften und Möglichkeiten in einem Bundesstaat findet man selten. Ich könnte mir allerdings vorstellen, wenn wir mehr Zeit für Oregon gehabt hätten, könnte das vielleicht sogar mal irgendwann mein liebster Bundesstaat werden. Auf jedenfall möchte ich dahin nochmal zurück – und mehr Zeit im Gepäck haben!

Was war der beste Reiseabschnitt?

Pirmin: Für mich definitiv die Zeit in den Rockies. Nach den Monaten des Allein-Reisens war es superschön, die Landschaft und das Reisen an sich mit Freunden direkt teilen zu können. Lange Gespräche am Abend und beim Wandern, Hörbücher beim Autofahren, alles an diesem Trip war einfach wunderschön, ergänzt durch die gigantische Landschaft um uns herum. Wir hatten sogar Glück mit dem Wetter 🙂 Und ganz am Ende haben wir dann noch einen Bären gesehen – was will man mehr?

Tine: Ich will nicht Pirmin alles hinterher plappern, denn auch für mich war die Zeit in den Rockies der beste Reiseabschnitt. Es ist einfach was anderes, in einer Gruppe von 3-5 Leuten unterwegs zu sein und mal andere Gespräche zu führen als nur immer zu zweit. Allerdings muss ich sagen, dass unser Reisen richtig gut wurde, nachdem wir aufgehört hatten groß im Voraus zu planen/buchen und keine weiten Strecken mehr an einem Tag gefahren sind bzw. auch mehrere Tage am Stück an einem Ort waren. Denn dann konnten wir das Reisen endlich viel mehr genießen und vor allem ich fühlte mich nicht mehr so gehetzt und gestresst. Genau das sollte es ja eben nicht mehr sein – Stress!

Und was war der absolute Tiefpunkt eurer Reise?

Für uns beide: Der gleiche Moment! Wir hatten mit dem eigentlichen Roadtrip kaum angefangen und gerade New Orleans hinter uns gelassen. Und irgendwie waren wir uns beide nicht sicher: Ist das jetzt das große Ding? Ist das unsere Reise? Wir waren beide ein bisschen enttäuscht von der ersten großen Stadt die wir besucht haben. Gleichzeitig hat auch da schon der Plan begonnen, sich eher stressig anzufühlen und wir haben ziemlich bald in Austin das erste Mal unseren Aufenthalt ungeplant verlängert. Die Aufenthaltsdauer an Orten zu verlängern, die uns gut gefallen haben, hat uns beiden gut geholfen, mit dem ständigen Ortswechsel klar zu kommen.

Gegen Ende des Trips waren wir dann beide eher reisemüde. Das haben wir vor allem im Olympic National Park gemerkt, wo wir uns wirklich aufraffen mussten, um nochmal was Neues zu sehen. Und als wir dann in Kanada angekommen waren, war ein fester Wohnsitz für uns beide ein Traum. Als wir Red Beast zum ersten Mal beladen haben, wussten wir beide nicht, was uns erwartet. Rückblickend gesehen war die ganze Sache ein bisschen verrückt, manchmal auch stressig. Aber: Es war es wert!

9 Kommentare bei „2018 – Der große Jahresrückblick“

  1. Hi ihr Beiden, super gemacht den Rückblick in ein Interview zu packen…diese Eindrücke nimmt euch keiner mehr und Oregon wird echt noch ein Ziel für uns werden. Seid gegrüßt von den Ellis

    1. Vielen Dank euch beiden! Wir haben uns beim Schreiben schon fast gedacht, ob wir Oregon genug gelobt haben, dass es euch noch in den Fingern juckt 🙂
      Sehr empfehlenswert, vor allem, wenn mal nicht alles wegen Waldbränden gesperrt ist 🙂

  2. Hallo ihr Lieben, wie immer habe ich euren Blog gern gelesen und bin sehr gespannt auf die nächsten Abenteuer von Euch. Ich kann sehr gut verstehen, dass es euch schwer gefallen ist, einen Favoriten zu benennen. War doch eigentlich jedes Erlebnis, jede Stadt, jede Landschaft, jede Begegnung und jeder Weg für sich selber eine wunderbare Erfahrung. Die Erinnerungen an diese Zeit blieben euch!!!! Mit den liebsten Grüßen aus Aichen Mum und Thomas

    1. Huhu und dankeschön! Wir haben es ja trotzdem geschafft und uns ein bisschen auf Favoriten festgelegt 🙂
      Falls unser Gedächtnis mal nachlässt, können wir unsere Erinnerungen ja auch immmer in unserem Blog wieder auffrischen!
      Liebste Grüße aus Vancouver
      Pirmin und Tine

  3. Hallöchen,
    wir können uns den vorherigen Beiträgen nur anschließen. Super gemacht!
    Bei so vielen Erlebnissen die besten rauspicken- ist ziemlich schwierig.
    Was Ihr Beiden erlebt habt – kann Euch keiner mehr nehmen.
    Genießt weiterhin die Zeit bevor dann irgendwann der Alltag wieder beginnt.
    Mit lieben Grüßen
    die Großeltern 0+0

    1. Hallo ihr Lieben,
      vielen Dank für eure netten Worte! Ihr habt absolut recht, nehmen kann uns das keiner mehr und das ist auch das Schöne daran. Und Alltag haben wir hier ja auch, der unterscheidet sich gar nicht so sehr von dem in Deutschland 🙂
      Liebe Grüße
      Pirmin

  4. Also, dieses Farbschema gemäß der Schubladen (Tine = lila, du blau), ich weiß ja nicht, Pirmin…

    Hallo Ihr zwei. Ich freue mich nach diesem Rückblick auf jeden Fall auf ein weiteres Jahr mit Euch auch Achse. Schließlich wollt Ihr ja nicht ewig in Vancouver bleiben, oder? Lisa B. meint ja, es ist eine wunderschöne Stadt. Mag sein, aber die Kugel ist noch groß – für Euch zwar weniger als für andere, aber dennoch soll es ja noch ein paar Ecken geben, die Ihr nicht kennt. 😉
    Vielleicht lasst Ihr Euch ja auch in der Heimat mal wieder sehen. Würde mich freuen.

    Bis es aber so weit ist, hier noch ein Tipp: besucht die fliegenden Kanus von Kanada. In Edmonton. Bei lauschigen – 22 Grad. Und Eisschloss. Mehr dazu hier: https://www.sueddeutsche.de/reise/kanada-winter-edmonton-1.4289926

    Aber was auch immer der nächste Beitrag bringt oder wann er kommt – ich freu mich schon!
    Liebe Grüße aus dem fusselnden Basel

    1. Hallo liebe Imen,

      ich glaube du solltest uns mittlerweile gut genug kennen, als dass du uns hier Schubladendenken vorwirfst. Jeder von uns hat natürlich (im Rahmen des Designs) eine Farbe ausgewählt, die ihm persönlich gefällt. Tine ist ganz schön enttäuscht, dass du nicht mehr weißt, dass Lila ihre Lieblingsfarbe ist :p

      Aber du hast recht, die Kugel ist groß und da ist noch viel Platz für neue Abenteuer! Heimat ist für dieses Jahr auch eingeplant, deshalb wird es hoffentlich auch kein Problem, zusammen mal in den Rhein zu hüpfen!
      Du sagst das auch so leicht mit Edmonton, das ist aber knapp 12.000 km von uns entfernt – ich weiß nicht, ob wir es rechtzeitig dort hin schaffen 🙁 Klingt aber auf jeden Fall sehr schön!

      Liebe Grüße aus dem nieselnden Vancouver

  5. Liebe Grüße aus der Lausitz, im Moment Sonne 11+*

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