2018 – Kaum angefangen und schon vorbei!

Die Sonne geht hinter der Skyline von Vancouver unter

Ja ist es denn schon wieder so weit? Weihnachten? Schon gelaufen! 2018? Schon gelaufen. Und wir? Fleißig am Wuseln. Ich gebe zu: Es war etwas still um uns. Aber das ist ja nicht unbedingt ein Grund zur Sorge, denn es liegt nicht daran, dass wir nichts erlebt haben, sondern eher daran, dass wir ziemlich beschäftigt sind. Kennt man ja, so in der Weihnachtszeit. Und der Zeit davor. Und von uns sowieso.

Im letzten Beitrag haben wir uns ja eher gedanklich schon auf stinknormalen Alltag eingestellt und zu einem gewissen Grad ist das auch so eingetroffen: Wir haben uns erstmal aufs Arbeiten konzentriert und nicht wirklich viel anderes gemacht. Das ging dann so für knapp zwei Wochen gut, bis wir am 17.11. mit unserem ehemaligen Mitbewohner Jacob seinen Geburtstag gefeiert haben.

Boats Boats Boats Boats Boats

Porträt auf dem Boot
Ja, wir freuen uns sehr über das Boot

Dafür hat Jacob ein Boot angemietet, mit dem wir dann einmal um die Stadt herumgefahren sind. Der Trip war super schön und Gelegenheit, Vancouver mal aus einer ganz neuen Perspektive zu erleben. Ein bisschen extravagant war das Ganze natürlich auch. Da wir uns beide für den November für einen alkoholfreien und zuckerarmen Monat vorgenommen hatten, konnten wir uns leider nicht mit Glühwein warm halten – dementsprechend durchgefroren sind wir dann im Gegensatz zu den anderen am Ende vom Boot gestolpert. Wir hatten aber das große Glück, den einzigen sonnigen Tag des Monats zu erwischen und für die Aussicht hat sich die Kälte auf jeden Fall gelohnt!

Die untergehende Sonne spiegelt sich im Boot
Sonnnenuntergang auf dem Boot

Spontan mal kurz nach Deutschland fliegen? Kein Problem!

Getrübt war dieser Tag jedoch durch die unerwartete Nachricht vom Tod meiner Oma. 4 Tage später saß ich schon im Flugzeug nach Deutschland, um dort an der Beerdigung dabei zu sein. Schon erstaunlich wie schnell man wieder vom anderen Ende der Welt nach Hause kommt. Trotz des unerfreulichen Anlasses war es wunderschön, meine Familie so unverhofft wiederzusehen und Zeit mit allen zu verbringen. Tine hat es derweil genossen, unser Zimmer und vor allem das Bett in Vancouver für sich alleine zu haben und nach 5 Tagen bin ich auch schon wieder zurückgeflogen. Ein ziemlich kurzer, aber dafür intensiver Trip. Mit viel leckerem Essen. Muss man dazu sagen.

Ich kam eigentlich aus dem Essen gar nicht mehr raus. Ich war in dem idealen Zeitraum da: Noch ist nicht alles mit Zimt verhudelt, dafür aber trotzdem schon festlich. Also schön Rindsrouladen und Kartoffelbrei, Raclette und gute Leberwurst. Und Essiggurken. So Sachen halt, die es hier entweder nur sehr teuer oder eben gar nicht gibt. Sehr schön also. Ich hab mich gefreut, die Waage hat sich gefreut und im Flugzeug zurück musste dann wahrscheinlich ein Koffer zurückbleiben wegen unerwartetem Zusatzgewicht. Ich hab nämlich auf dem Rückflug definitiv mehr Kilos dabei gehabt als auf dem Hinweg. Ein paar warme Winterklamotten waren natürlich auch dabei. Ich schweife ab.

Last Christmas…

Als ich dann zurückkam ging hier schon direkt mal der Weihnachtswahnsinn los. Ich habe hier in Kanada durch meinen Trip den Black Friday verpasst, der die letzte Barriere vor dem Weihnachtsgeschäft darstellt und seitdem haben wir dann auch schön nur noch festliches Gedudel im Laden gehabt. Das war für 5 Minuten schön und die restlichen 4 Wochen dann eher so naja. Aber wie sagt man so schön: Da machste nix, steckste nicht drin. Also in dem Fall steckten wir zwar beide drin. Tine hat auf einem leicht überteuerten und überhaupt nicht authentischen Weihnachtsmarkt (eigentlich eher Winterfest) gearbeitet und im Einzelhandel hatte ich das ja sowieso erwartet. Ende November haben wir uns noch ein paar Mal mit Joey und Laura getroffen, die uns ein bisschen in Kitsilano herumgeführt haben, bevor sie dann endgültig nach Spanien abgehauen sind – und uns den Regen dagelassen haben.

…I gave you my heart..

Der ist hier nämlich – wie uns auch angedroht wurde – omnipräsent. Schnee hatten wir ein einziges Mal und auch der war eher auf der nassen Seite des Spektrums unterwegs. Und dann auch gleich wieder weg. Nix mit weißer Weihnacht. Obwohl man ja hier die weißen Berge um die Stadt herum sieht. Was sehr schön ist, da kann der Schnee von mir aus aber auch gerne bleiben.

…but the very next day…

Weihnachten selbst haben wir dann ordentlich gefeiert – und zwar am 24. Dezember, anständig wie sich das gehört. Die Nordamerikaner feiern hier lieber am 25., weshalb wir uns einfach eine internationale Truppe aus Australien, Belgien, Großbritannien und Italien zusammengestellt haben. Jeder hat was zu Essen mitgebracht und ich habe für Glühwein gesorgt. Das war ein Fest! So viel habe ich schon lange nicht mehr gegessen. Also sicherlich nicht, seit ich aus Deutschland zurückgekommen war…

…Don’t stop me now!

Der krönende Weihnachtsabschluss für uns beide war dann tatsächlich aber am 1. Weihnachtsfeiertag ein spontaner Ausflug ins Kino, wo wir uns endlich Bohemian Rhapsody angeschaut haben – das war dann auch noch ein Fest. Für die Augen und für die Ohren ein sehr empfehlenswerter Film. Auch wenn ich ein oder zwei kleinere Storytelling-Elemente nicht ganz so gelungen fand, war das großartig! Allein die Musik ist ja schon toll, aber auch die Umsetzung mit vorhandenen Live-Aufnahmen aus Wembley war super gelungen! Der Film macht auch Spaß, wenn man nicht der größte Queen-Fan ist.

I’m having such a good time!

Nach ein paar Tagen Arbeiten war dann auch schon der nächste größere Programmpunkt angesetzt: Sylvester. Das haben wir aber dann nicht mit Freunden verbracht, sondern in zwei Foodtrucks am Convention Center. Dort wird jedes Jahr das offizielle Feuerwerk abgeschossen und drum herum gibt es dann für die Menschenmassen ganz viel zu Essen. Dazu haben wir unseren Teil beigetragen: Tine hat Funnelcakes zubereitet und ich im Corn-Dog-Stand ausgeholfen. Als dann hier in Vancouver das neue Jahr angelaufen ist, waren wir also noch dabei, die letzten Menschen mit Essen zu versorgen. Ein bisschen Glühwein zum Anstoßen gab es dann zwar noch, als wir zuhause waren, aber wir sind dann auch ziemlich schnell ins Bettchen gefallen und haben am ersten Tag des Jahres erst mal ausgeschlafen.

Und jetzt?

Der letzte Sonnenuntergang des Jahres
Der letzte Sonnenuntergang des Jahres

Jetzt liegt das neue Jahr wie ein unbeschriebenes Blatt vor uns: Wir haben erstmal nichts größeres geplant und lassen alles ein bisschen auf uns zukommen. Wir sind uns aber sicher, dass dieses Jahr genau so spannend und abenteuerlich wird wie das letzte. Und falls gar nichts Aufregendes mehr passiert: Wir freuen uns schon darauf, im Sommer in Deutschland all das verpasste Raclette nachzuholen.

6 Kommentare bei „2018 – Kaum angefangen und schon vorbei!“

  1. Ihr Lieben!!! Ich habe beim Lesen ein paar mal geschmunzelt und leise vor mich hin gelacht. Auch wenn der Anlass für einen Besuch traurig war, haben wir uns sehr gefreut dich, Pirmin, zu sehen, knuddeln und viel Zeit mit dir genießen!!! Dich, Tine, haben wir dabei natürlich gleichzeitig auch vermisst.
    Wir wünschen Euch von ganzem Herzen ❤️ein gutes, unterhaltsames und ereignisreiches neues Jahr 2019.
    Liebi Grüeßli und en dicke Knuddel Mum
    PS: Raclette, Fondue, Rindsrouladen z. v. m. schmecken auch im Sommer so richtig gut!

  2. Dankeschön 🙂
    Wir wünschen euch ein ebenso tolles und gutes neues Jahr 2019!
    Und vor allem auf Raclette im Sommer freuen wir uns schon ganz besonders, das ist sogar schon fest eingeplant <3

    Bis bald 🙂

  3. Hallöchen!
    Das war ja wieder ein schöner Artikel von Pirmin. Das mit der Oma tut uns auch sehr leid.
    Ja es kann immer anders kommen als man denkt.
    Nun genießt das Jahr 2019 mit Erfüllung all Eurer Wünsche!
    Bis nächstens liebe Grüße
    0+0

    1. Hallöchen,
      vielen Dank!
      Genießt auch ihr das neue Jahr mit hoffentlich guter Gesundheit und vielen schönen Erfahrungen!
      Pirmin

  4. Huhu, Ihr Zwei,
    habe gerade die perfekte Stellenanzeige für Euch gefunden: http://www.spiegel.de/karriere/stellenanzeige-gastwirt-in-der-bucht-von-san-francisco-gesucht-a-1247015.html
    Eine Leuchtturminsel als B&B leiten. Ihr müsstet nur noch Boot fahren und super kochen können. Und leider das wundervolle Kanada zugunsten der Frisco-Bucht verlassen. 😉

    Ganz liebe Grüße aus dem noch schneefreien Basel

    1. Hallo liebe Imen,

      das ist ja nett, dass du da an uns denkst. Glaubst du denn, du könntest deine Amerikanophobie überwinden, um uns dann dort mit deiner Anwesenheit zu beehren? Boot fahren und kochen sollten wir wohl hinbekommen, dem steht also ansonsten nichts mehr im Wege 😉

      Und ich glaube es ist ganz in Tine’s Sinne, wenn ich dich darauf hinweise, dass niemand, wirklich niemand „Frisco“ sagt 😛

      Ganz liebe Grüße aus dem auch relativ schneefreien Vancouver,
      Pirmin

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.