Unsere Lieblingsbilder aus 2019

Es ist wieder diese Zeit des Jahres…die Sonne kommt öfters raus, die Temperaturen steigen und in den Supermärkten gibt es Lebkuchen und Weihnachtsmänner. Moment mal. Irgendetwas passt da nicht zusammen, oder?

Doch, tut es! Wir verbringen unser erstes gemeinsames Weihnachten auf der Südhalbkugel und das bedeutet vor allem eins: Emotionales Chaos! Während die langen Sachen langsam im Schrank nach hinten wandern und die Sonnenbrille zum täglichen Begleiter wird, rückt Weihnachten unaufhaltsam näher und diese Realität lässt sich weder durch Arnika-Kügelchen noch Lametta-Therapie beiseite schieben.

Es wäre gelogen, wenn wir nicht zugeben würden, dass uns das emotional ein bisschen überfordert. Und was bietet sich da besser an, als das letzte Jahr fotografisch nochmal Revue passieren zu lassen und sich Gedanken darüber zu machen, wie es überhaupt soweit kommen konnte?

Ihr denkt jetzt sicher: Wow, krass, da haben sich die beiden ja mal richtig was einfallen lassen. Pustekuchen (was für ein geiles Wort eigentlich?)! Die Denkarbeit haben wir gekonnt ausgequellt (neudeutsch für: outgesourcet) und Michael von „Erkunde die Welt“ überlassen.

Der hat uns nämlich völlig uneigennützig und komplett individuell auf uns zugeschnitten dazu aufgefordert, unsere Lieblingsbilder aus dem scheidenden Jahr zusammenzutragen und hier zu veröffentlichen. Und das nicht einfach nur wahllos und unkommentiert, nein, strukturiert und überlegt soll das Ganze auch noch sein. Deshalb gibt es als Hilfestellung für die ganz Ahnungslosen (also für uns) sechs Themenblöcke, bei denen man sich jeweils für mindestens ein Foto entscheiden soll. Diese Themenblöcke sind aber eher gegensätzliche Paare, weshalb wir uns gerne vor einer Entscheidung drücken und einfach jeweils zwei Bilder posten werden. Sorry, Michael, dass dieser Beitrag so lang geworden ist, für einen kürzeren hatten wir leider keine Zeit 😉

Nun aber genug lamentiert, wir knallen euch jetzt einfach ein paar Bilder vor den Latz:

„Stadtbild” oder “Landschaft”?

Wir mögen generell ja schöne Landschaften lieber als schöne Städte. Leben tun wir aber trotzdem zur Zeit lieber in Städten. Beim Reisen und in der Fotografie können wir aber beide mehr mit der Natur anfangen – außer wenn es um Nachtaufnahmen geht.

Stadtbild

Die meisten von euch haben jetzt vermutlich eine Großstadt erwartet, die wir in diesem Jahr besucht oder belebt haben – aber Pustekuchen: Wir geben euch Laufenburg. Ein kleines Kaff in Süddeutschland, das noch dieses Etwas besitzt, dass sich „Charme“ nennt. Tatsächlich in Pirmins Heimat gelegen haben wir dieses Jahr zum ersten Mal bei Tag einen kleinen Ausflug dort hin unternommen – Und waren gleich verliebt.

Landschaft

Mögen wir aber eben auch sehr gerne. Wie hier zum Beispiel im Hayden Valley (Yellowstone Nationalpark). Dazu müssen wir vermutlich auch nicht mehr viel sagen, oder?

Hach, die erste Kategorie war ja mal richtig einfa…Moment…der Instagram-Algorithmus vermeldet uns gerade, dass wir euch die eigentliche Wahrheit verschwiegen haben? Da wollte wohl jemand diesen Beitrag noch auf den letzten Drücker raushauen…Na gut, dann kommt hier eben noch das „Aber“:

Eigentlich lieben wir an Städten und auch in Fotos gerade die Kombination aus Stadtbild und Natur. Und das spiegelt sich auch in den meisten Fotos wieder, die wir überhaupt von Städten machen. Beim obigen Bild ist es der Rhein und die folgenden Beispiele zeigen das auch sehr schön:

“Tier” oder “Pflanze”?

Aha, als nächstes kommt jetzt also doch ein einfaches Thema. Doch ja, glaubt uns! Jeder, der uns auch nur ein bisschen kennt, weiß, dass wir Tiere über alles lieben und von Pflanzen keine Ahnung haben. Generell erstrecken sich unsere botanischen Fachkenntnisse auf die Unterscheidung zwischen Baum und Grashalm. Aber auch da kann man sich ja nicht immer sicher sein. Hier gewinnen also ganz klar die Tiere.

Tier

Ganz ungestört am Snacken war dieser Bison im Yellowstone – und wir umso aufgeregter bei jedem einzelnen, den wir gesehen haben.

Pflanze

Das grüne Gewächs auf diesem Bild ist zwar definitiv weder Baum noch Grashalm, aber hübsch ausgesehen hat es trotzdem. Ein Busch ist es aber auch nicht. Also eher eine Blume. Oder ein Farn…nur nicht so farnig…Können wir wieder über Tiere sprechen?

“Berge” oder “Meer”?

Na gut, dann sprechen wir halt nicht über Tiere sondern über Berge und das Meer. Und das lieben wir ja wirklich beides. So sehr, dass wir Vancouver in dunklen Zeiten nur noch dafür geliebt haben, dass es genau die beiden Dinge dort gibt. Und mit ein Grund, warum wir immer schon nach Neuseeland wollten.

Berge

Wir haben zu viele Fotos von, mit, auf, über und unter Bergen. Aber das war ein besonders schöner Sonnenuntergang im Glacier Nationalpark und wir möchten hier unser Red Beast verewigen, dass uns 32.000 km durch Nordamerika getragen und dabei jeden Berg gemeistert hat.

Meer

Hierzu muss ich wohl nicht viel sagen: Wir lieben beide das Meer. Über alles. Am Meer sein ist Ruhepunkt und Abenteuer gleichzeitig. Vertraute Welt, die einem doch wieder fremd ist. Das Meer erkennt man sofort, aber es sieht überall anders aus. Und wir lieben die Tatsache, dass wir zuerst in Vancouver und jetzt in Auckland am Meer wohnen. Wir haben Gezeiten, Seelöwen und eine unglaubliche Sicht – und das direkt vor der Haustür!

“Fremdländisch” oder “einheimisch”?

Ohhh, eine spannende Frage. Und ob ihr’s glaubt oder nicht: Wir vermissen Deutschland und Europa gerade auch landschaftlich immer wieder. Weil wir aus einem wunderschönen Land kommen. Deshalb auch hier wieder ein unentschieden: Fremdländisch ist immer neu und spannend, aber einheimisch steht bei uns auch für vertraut und sicher.

Fremdländisch

Der ein oder andere Klugscheißer wird jetzt hier einwerfen: Das ist aber eher in die Kategorie „Tier“ zu verordnen. Ja, wir wissen das, aber die Tatsache, dass wir dieser Monitor-Eidechse in einem Park mitten in Zentral-Bangkok über den Weg gelaufen sind, trifft für uns beide auch die Definition von fremdländisch. Derselbe Klugscheißer würde sich nämlich ganz schön erschrecken, wenn ihm so ein Biest im Bodensee entgegen kommen würde.

Einheimisch

Sächsische Schweiz – der Oberhammer, oder? Hier waren wir 2018 zum ersten Mal zusammen. Für Tine ist es eine Reise zurück in die Kindheit und Pirmin ist ganz überrascht, was für schöne Landschaften sich in Deutschland verstecken.

“Sonnenaufgang” oder “Sonnenuntergang”?

Was für eine Frage. Wir lieben natürlich den Sonnenaufgang und stehen jeden Tag früh auf, um den mitzuerleben. Also jeden Tag vielleicht nicht ganz. Aber einmal in der Woche ganz bestimmt. Hat dieses Jahr auch schon 2 Mal geklappt. Und das Jahr ist ja noch nicht soooo alt, oder?

Sonnenaufgang

Wir stehen nur ungern und selten früh auf, aber wenn wir es tatsächlich mal schaffen – so wie hier im Glacier Nationalpark – sind wir auch immer froh. Es war kalt und wir haben uns Kuscheldecken mitgenommen und eine halbe Stunde später sogar noch einen Regenbogen mitten in den Bergen gesehen. Aber generell haben wir gefühlt 100 mal mehr Bilder von Sonnenuntergängen und das liegt halt einfach daran, dass wir die viel öfter sehen. Sorry, Morgensonne, dieser Punkt geht definitiv an das Abendrot.

Sonnenuntergang

Einen der schönsten Sonnenuntergänge dieses Jahr haben wir in Deutschland erlebt: Am Großräschener See. Die Farben und die Ruhe haben sicherlich auch dazu beigetragen, aber es war für uns auch der erste Sonnenuntergang, den wir auf einem Trampolin hüpfend verbracht haben.

“Schwarz-Weiß” oder “bunt”?

Auch hier fällt uns die Antwort relativ leicht: Wir sind als Fotografen nicht gut genug, um schwarz-weiß zu fotografieren, deshalb tun wir es auch nur selten. Dafür ist es umso schöner, wenn es dann mal klappt.

Schwarz-weiß

Böse Zungen könnten jetzt behaupten, dass Pirmin dieses Bild nur zum Angeben ausgewählt hat. Ist aber gar nicht so. Sowas würde er nie tun. Diese Bildunterschrift wurde außerdem frei von jeglichem redaktionellen Einfluss meinerseits von Pirmins Seite verfasst.

Bunt

Also doch Farben und am schönsten sind die eben, wenn die Natur sie hervorbringt. Hier im Yellowstone Nationalpark machen das die heißen Quellen gerne und für uns waren (abgesehen von den Tieren) die Farben tatsächlich eins der Highlights. Zwar sieht man davon nicht viel, wenn man unten mitten im Dampf steht, aber als wir beim Aussichtspunkt ankamen, waren wir doch schwer beeindruckt.

Schnappschuss vs. durchdachtes Foto

Diese Kategorie haben wir unverschämterweise frei erfunden. Ups. Manchmal merken wir beim Sichten der Fotos nämlich, dass ein Schnappschuss, den wir eher so im Vorbeigehen gemacht haben, tatsächlich das beste Foto des Tages geworden ist. Und das kann ganz schön deprimierend sein, wenn man sich den ganzen Tag Mühe gibt, nicht nur digitalen Pixelmüll zu produzieren. Aber das Leben ist halt manchmal so. Viel Arbeit bedeutet nicht immer auch viel Belohnung.

Schnappschuss

An unserem ersten richtigen Tag in Auckland sind wir spontan im Hafen rumspaziert und Pirmin hat mit dem Handy kurz die Skyline abgelichtet – ohne groß darüber nachzudenken. Mit dem Segelboot im Vordergrund ist das aber dann eines der schönsten Fotos von Auckland geworden, die wir bisher geschossen haben.

Durchdachtes Foto

Ganz anders sieht es hier aus: Wir waren zum Glück alleine auf diesem Berggipfel im Glacier Nationalpark. Bären, Pumas und anderen Raubtieren ist beim Anblick unseres peinlichen Rumhopsens auch der Appetit vergangen. Und so konnten wir ganz ungeniert hunderte Male zum falschen Zeitpunkt in die Luft springen. Das einzige Foto aus ungelogen über 40 Bildern, bei dem wir beide in der Luft sind, seht ihr hier.

Schönstes Foto 2019

Und weil das alles immer noch nicht genug war, haben wir hier noch unsere beiden Lieblingsbilder aus 2019, die in keine Kategorie passen:

Tine

Für Tine sind gemeinsame Bilder immer etwas besonderes – weil Pirmin nicht unbedingt gerne vor der Kamera steht. Diesen Strand fast für uns alleine zu haben, war aber so besonders, dass uns das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht wollte. Das Endergebnis seht ihr eben hier.

Pirmin

Dieses Bild ist für mich der Inbegriff von Neuseeland – und so hab ich es mir immer vorgestellt. Es ist traumhaft, endlich hier zu sein und wer in den letzten Wochen von uns gehört hat, weiß: Es geht uns hier richtig gut! Nach einem schwierigen Start ins Jahr können wir also tatsächlich ziemlich positiv in das kommende Jahrzehnt blicken – auch wenn wir uns beim Gedanken an 2020 richtig alt fühlen.

Schlusswort

Es gibt natürlich noch viele andere Menschen, die sich am Ende des Jahres dazu aufgerafft haben, ein bisschen zurückzublicken und ihre jeweils schönsten Bilder vorzustellen. Da wir das hiermit auch getan haben, wissen wir auch, wie viel Arbeit dahinter steckt. Wir möchten hier also auch noch ein paar Beiträge auflisten, die wir besonders schön gefunden haben, und bei denen ihr gerne auch mal Reiselust schnuppern könnt:

Sabina hat bei Whale of a Time ihre Lieblingsbilder aus Afrika hochgeladen. Tine liebt Südafrika und gerade bei diesen Fotos bekommen wir beide Lust, diesen Kontinent auf der Liste der nächsten Reiseziele weiter nach oben zu schieben. Witzigerweise haben wir Sabina hier in Auckland kennen gelernt und fanden sie persönlich auch noch nett. Jetzt müssen wir uns leider noch öfters von ihr anhören, dass wir doch mal nach Afrika müssen 😉
Iris weckt mit ihren Lieblingsbildern Lust auf Südamerika. Und hat auf ichreiseimmerso gleich vier neue Kategorien selbst erfunden. Wir ziehen den Hut!

Fotoparade 2019- Meine Lieblingsfotos des Jahres

Renate hat erst vor kurzem das Vollzeitreisen für sich entdeckt – und das in Neuseeland. Sie hat mit 58 ihren Beruf an den Nagel gehängt und uns auch schon auf Instagram richtig Lust gemacht, mehr von Neuseeland zu entdecken. Außerdem macht sie, wir wir, zum ersten mal bei der Fopanet-Parade mit. Und Frischfleisch muss ja bekanntlich zusammenhalten 🙂 Wer also einen kleinen Vorgeschmack auf unsere nächsten Trips bekommen möchte, der ist hier perfekt aufgehoben!

Fotoparade 2019 – ein Jahresrückblick

Lamas!!! Genug gesagt!

Vielen Dank an Michael, für die viele Arbeit, die er jedes Jahr in dieses Projekt steckt – wir bekommen hier ganz viel Inspiration und Motivation.

2 Kommentare bei „Unsere Lieblingsbilder aus 2019“

  1. Einfach toll!!!!!!

  2. Sehr, sehr schön. Bringt viele Erinnerungen zurück für uns. Südafrika nächstes Ziel??????
    Es gibt schon viele tolle Ziele. Bei uns weihnachtete es sehr.
    Liebe Grüße aus Brandenburg/Lausitz von
    0+0

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.